Wissenswertes zum Thema Burnout

Jeder von uns kennt vermutlich das Gefühl, sich in einem Hamsterrad zu befinden und keinen Ausweg zu sehen – sei es im Job, der nicht die gewünschte Erfüllung bringt, oder im Privatleben, in dem Partner oder Familien einen zusätzlich in Stress versetzen. Manche kommen aus dieser Situation wieder hinaus, andere verharren auf längere Zeit in ihrem Hamsterrad und werden ernsthaft krank – hallo Burnout.

Da man aber sehr oft gar nicht genau weiß was dieses Burnout jetzt eigentlich ist, möchten wir euch hier ein paar Hintergrundinformationen liefern.

Grundsätzlich bezeichnet das Burnout-Syndrom einen allgemeinen, also physischen und psychischen, Erschöpfungszustand, der allerdings von mehreren unterschiedlichen Phasen geprägt ist. Hier eine Abbildung nach Mag. Sabine Fabach:

 

Unterschiedliche Quellen unterscheiden teils sogar bis zu 12 Stadien, angefangen mit dem Gefühl, sich jedem gegenüber beweisen zu müssen. Dieser Leistungszwang führt zu einem gesteigerten Einsatz und der Vernachlässigung aller eigenen Bedürfnisse, wie Schlaf oder Essen. Daraufhin kommt es zu einer verschobenen Wahrnehmung und kompletter Verleugnung aller Anzeichen, soziale Kontakte werden abgebrochen, es kommt zu offensichtlichen Verhaltensänderungen und schlussendlich zur Depersonalisierung – man „funktioniert“ einfach nur mehr. Darauf folgt ein Stadium der Depression, gefolgt vom vollständigen Zusammenbruch.

Trotz dieser mittlerweile schon relativ genauen Definitionen ist ein Burnout-Syndrom nicht einfach zu diagnostizieren und die Betroffenen befinden sich sehr lange in einem Verdrängungszustand. Umso wichtiger ist es, sich selbst bewusst zu machen wie ein Burnout anfängt und auf welche Symptome man selbst achten sollte. Je achtsamer ich mit mir selber bin, umso eher schaffe ich es noch rechtzeitig aus meinem Hamsterrad heraus.

Auch die von uns im letzten Blog besprochene Wahrnehmung spielt hier wieder eine wichtige Rolle – denn ist es nicht häufig so, dass wir nur glauben, „mehr“ leisten zu müssen? Dass wir nur glauben, dass der andere „besser“ ist und wir uns daher mehr reinhängen müssen?

Genauso wichtig ist ein adäquates Zeitmanagement und die Fähigkeit, die eigenen Ressourcen sowohl gut einschätzen als auch einteilen zu können.

Wir können euch in diesem Bereich sehr vielfältig und individuell beraten – für den einen funktionieren hier bereits einfache Entspannungsübungen, oder andere braucht längere Meditationen, Achtsamkeitsübungen oder  einen Anker. Vieles ist möglich, nichts ist muss – wichtig ist hierbei nur, dass man lernt wieder auf sich zu achten und zu hören, dann kann man das Hamsterrad noch rechtzeitig stoppen.

Quellen:

http://www.netdoktor.at/krankheit/burnout-7558

https://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom

http://www.alleszuviel.at/burnout-anzeichen.html

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