Kommunikation #4 – Watzlawicks 3. Axiom

Heute geht um das dritte Axiom Watzlawicks:

Jeder Kommunikationsprozess ist von der Interpunktion der Kommunikationspartner abhängig.

Klingt anfangs vielleicht kompliziert, ist aber eine Situation die jedem von uns täglich begegnet.

Was bedeutet Interpunktion?
In der Kommunikationsforschung bezeichnet man als Interpunktion Startpunkte in der Kommunikation, welche von jedem subjektiv empfunden werden.

In der folgenden Grafik ist die Situation zwischen Ehepartnern dargestellt – zur Vereinfachung auf einer Linie, man kann sich dies aber als Endlosschleife vorstellen. Der Mann verhält sich passiv, die Frau neigt zu übertriebenem Nörgeln. In dieser ersten Grafik ist der Startpunkt willkürlich gewählt.

Aus der Sicht des Ehemannes legt sich die Situation aber anders dar – er begründet seine zurückgezogene Haltung mit dem ständigen Nörgeln seiner Frau:

Aus der Sicht der Frau allerdings resultiert ihr Verhalten nur aus Reaktion auf seinen Rückzug:

Das eigene Verhalten wird also immer als Reaktion auf das Verhalten des Anderen interpretiert – ein Grund, warum man schlussendlich meist nicht mehr weiß wer „mit dem Streit angefangen“ hat.

Eine andere Interpretation dieses Axioms lautet:

Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.

 

Quellen:

http://www.wirtschaftswissen.info/exkurse/kommunikation/kommunikationstheorie/kommunikationsaxiome-nach-watzlawick

http://www.paulwatzlawick.de/axiome.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Interpunktion_(Kommunikation)

Bildquellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Interpunktion_(Kommunikation)

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