Kommunikation #5 – Watzlawicks 4. Axiom

Kommen wir nach einer längeren Pause (manchmal muss man auch einfach mal verschnaufen 🙂 ) nun zum vierten Axiom Watzlawicks:

Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten.

Dieses Axiom hat eine ähnliche Bedeutung wie das Zweite, das wir uns bereits näher angesehen haben – dabei geht es um den Beziehungs- und Inhaltsaspekt der Kommunikation.

Das vierte Axiom besagt nun im Prinzip, dass der Inhaltsaspekt – also die eigentliche inhaltliche Aussage („es regnet draußen“) – die Aussage in digitaler Form ist, sprich klar und eindeutig formuliert ohne viel Spielraum für Interpretation.

Dazu kommt jetzt allerdings noch der analoge Aspekt – welcher vergleichbar ist mit dem Beziehungsaspekt und hauptsächlich durch Körpersprache, also nonverbal, vermittelt wird („es regnet draußen“ mit einem traurigen Gesichtsausdruck gesagt). Diese Aspekte der Kommunikation sind deutlich uneindeutiger und bieten Möglichkeiten zur Interpretation (ist jemand traurig weil es regnet, oder nur genervt weil er am Heimweg nass wird?).

Anders ausgedrückt: im Gegensatz zu analogen Aspekten sind digitale Aspekte logisch nachvollziehbar.

Für eine erfolgreiche Kommunikation müssen beide Aspekte der Kommunikation zusammenpassen, also übereinstimmen, und somit zusammen eine eindeutige Aussage ergeben.

Wir wissen allerdings alle dass es im Alltag leider allzu häufig eher zu zweideutigen Kommunikationen kommt, sei es im Berufsleben oder in der Partnerschaft. Mit Hinblick auf diesen Hintergrund sollte man auch seine eigenen Intentionen, vor allem im Hinblick auf die analogen Aspekte, genauer erforschen und gegebenenfalls anpassen.

Quellen:

http://www.wirtschaftswissen.info/exkurse/kommunikation/kommunikationstheorie/kommunikationsaxiome-nach-watzlawick

https://de.wikipedia.org/wiki/Metakommunikatives_Axiom#Digital_und_analog

Beitragsbild:

http://www.synpaed.de/8_kommunizieren/8.1/8_1.htm

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