Wie funktioniert Wahrnehmung?

Wenn wir im letzten Blogpost schon behaupten, dass Mentaltraining auf den gesamten Prozess der menschlichen Wahrnehmung wirkt, wollen wir euch natürlich auch erklären, warum und wie.

„Wahrnehmung im engeren biologischen Sinn ist der Prozess der Aufnahme und Verarbeitung von sensorischen Informationen bzw. Reizen durch die Sinnesorgane.

Im erweiterten, physiologischen Sinn umfasst der Begriff Wahrnehmung zusätzlich die Prozessierung und Interpretation von Sinnesreizen. Gemäß dieser Definition sind Sinnesreize nur dann echte Wahrnehmungen, wenn sie kognitiv verarbeitet werden. Hier überschneidet sich der Wahrnehmungsbegriff mit dem Konstrukt des Gefühls.“
Soweit die Definition – aber was heißt das nun?

Wir müssen verstehen, dass Wahrnehmung ein sehr subjektiver Prozess ist, welcher bei jedem Menschen ein bisschen anders abläuft. Grundsätzlich ist aber genau jener Schritt, in dem die sensorischen Wahrnehmung verarbeitet werden, jener an dem wir ansetzen möchten. Diese Verarbeitung beinhaltet verschiedene Abgleiche und Filter.

Unser Gehirn vergleicht vor allem widersprüchliche Wahrnehmungen mit abgespeicherten Erfahrungen und bevorzugt dann die wahrscheinlichste Interpretation – dadurch entstehen Hemmungen, Vorurteile usw. Vor allem schmerzhafte Erinnerungen stehen in dieser Hierarchie der Erfahrungen ganz oben.

Warum macht unser Gehirn das aber?

Die Antwort: reine Lebenserhaltung. Dieser Lernprozess war für das Überleben des Menschen ausschlaggebend – eine einzelne Erfahrung mit einer giftigen Beere reichte aus damit Menschen wussten, dass sie diese Frucht nicht essen durften.

Unsere Wahrnehmung wird also quasi durch einen Erfahrungs-Filter gepresst – welcher gefüllt ist mit unseren bisherigen Erlebnissen. Das erklärt auch, warum jeder Mensch die Welt so anders wahrnimmt. Und damit wissen wir aber auch, wo wir ansetzen können: wenn wir diesen Erfahrungspool mit positiven Erlebnissen füllen, werden alle darauf folgenden Wahrnehmungen viel positiver aufgenommen.

Ein wie wir finden sehr schönes Video (obwohl es eine Werbung ist, das also bitte ignorieren) von Dove zeigt genau diese subjektive Wahrnehmung und wie diese uns beeinflusst:

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