Zeitmanagement – Fluch oder Segen?

In unserem neuesten Blogbeitrag behandeln wir heute das Thema Zeitmanagement – ein Bereich, der gerade in den letzten Jahren sehr prominent wurde. In einer Zeit, in der fast überall Fortbildungen und Workshops zu diesem Thema angeboten werden (und auch wir diese Möglichkeit unter anderem anbieten), möchten wir euch heute näher bringen, was wir unter dem Begriff Zeitmanagement verstehen.

Schauen wir uns zuerst die allgemeine Definition von Zeitmanagement im Allgemeinen an:

„Unter Zeitmanagement versteht man mehrere Vorgehensweisen, die dabei helfen sollen, anstehende Aufgaben und Termine innerhalb des zur Verfügung stehenden Zeitraums abzuarbeiten.“

Das bedeutet also, dass man mit Hilfe dieser Methoden so viele Aufgaben wie möglich abarbeiten möchte – oder?!

Bedeutet Zeitmanagement nun also, dass wir unseren Tag mit Hilfe dieser verschiedenen Methoden zu mit Aufgaben und To Do´s anfüllen um ja genug von ihnen abzuarbeiten ?!

Genau hier liegt nämlich für uns die Crux im Thema Zeitmanagement.

To Do-Listen zum Abhaken und Ähnliches geben uns einerseits die Möglichkeit, unsere Aufgaben einzuteilen und produktiver zu werden, enthalten aber auch die Gefahr, dass wir uns selbst zu viel zumuten, zu viel Druck aufbauen um alle Punkte abhaken zu können. Dieser mentale Stress ist eigentlich genau das Thema, welches man mit Zeitmanagement reduzieren möchte – irgendwie also auch eine Art von Teufelskreis. Wird Zeitmanagement nun ohne dieses Wissen über grundlegende mentale Prozesse vermittelt, kann dies schnell zu Stress und den Folgeerkrankungen führen – obwohl genau das Gegenteil das eigentliche Ziel war.

In wieweit unterscheidet sich nun aber unser Standpunkt zum Thema Zeitmanagement?

Produktivität ist wichtig – aber genau so wichtig ist es, sich Freiräume einzuplanen. Es geht im Zeitmanagement nicht darum, so viele Aufgaben wie möglich an einem Tag zu erledigen, sondern sich einen Überblick zu verschaffen WELCHE Aufgaben WANN erledigt werden müssen – sprich, sich einen Zeitplan zu erstellen. Wichtig hierbei ist es, realistisch zu planen – wenn ich mir nach einem 8-Stunden-Arbeitstag noch mehrere große Aufgaben einplane werde ich entweder bis in die Nacht daran sitzen (und vielleicht trotzdem nicht fertig werden) oder ich gebe mittendrin frustriert auf. Beides führt nicht gerade zu mentalem Wohlbefinden – etwas, das wir auch mit Zeitmanagement eigentlich steigern möchten. Wenn ich mir für diesen Tag allerdings nur eine kleinere Aufgabe einplane, kann ich diese konzentriert zu Ende führen und habe dann sogar noch Zeit für mich, in der ich mir etwas gutes tun kann – sei es ein gutes Essen, ein Buch zu lesen oder ein warmes Schaumbad.

Uns geht es also darum, sich auch Zeit für sich selber, direkt mit einzuplanen – beziehungsweise die Aufgaben realistisch zu verteilen. Beides führt dazu, dass wir sehr viel motivierter und emotional gelassener an unsere Aufgaben herangehen – in dem Wissen, dass die anstehenden Arbeiten machbar sind und ich mir danach etwas gönnen kann.

Natürlich wird es ab und an mal Tage, oder vielleicht auch eine Woche geben, in der die Zeit knapper wird – das ist ganz normal. Wichtig hierbei ist es, sich dessen einfach bewusst zu sein und sich dann, sobald diese stressigste Phase vorbei ist, umso gezielter Zeiten einzuplanen, in denen nichts erledigt werden muss.

Hier könnte man nun auch Unmengen dazu schreiben, wie wichtig das Nein-Sagen in diesem Bereich ist, aber das werden wir uns für einen anderen Blogbeitrag aufheben…
Solltet ihr euch aber unsicher sein wie ihr Zeitmanagement in euren Alltag integrieren und trotzdem euer mentales Wohlbefinden steigern könnt, meldet euch einfach bei uns, wir helfen gerne mit Anregungen!

Leave a Reply

Your email address will not be published.

*